Betriebsart · Biergarten
Reservierung im Biergarten: ein Reservierungssystem für Gastronomie mit Garten, Stube und freien Bänken
Ein Biergarten lebt davon, dass man einfach hingehen kann. Trotzdem ruft jede Woche die Firma an, die mit dreißig Leuten kommen will, der Verein, die Geburtstagsrunde. Wer beides unter einen Hut bringen will, braucht ein System, das nur den Teil vergibt, der vergeben werden soll.
Was unten steht, tut Slotina; wo es aufhört, steht auch da.
Ein Samstag im Juli, von drei bis halb elf
Um drei sitzen die ersten Familien unter den Kastanien, mit eigener Brotzeit, wie es in einem traditionellen bayerischen Biergarten dazugehört. Niemand von ihnen hat reserviert, und so soll es bleiben. Um halb sechs kommt die Abteilung einer Firma, fünfundzwanzig Personen, angemeldet vor drei Wochen, für die zwei Garnituren neben der Schänke freigehalten sind. Um sechs zieht ein Gewitter auf, und eine halbe Stunde lang will jeder unter das Dach oder in die Gaststube.
Um sieben steht eine Schlange am Tor. Um neun wird es ruhiger, und um halb elf ist in Bayern Schluss mit dem Ausschank: Die Biergartenverordnung erlaubt ihn in traditionellen Biergärten bis 22:30 Uhr, um 23 Uhr soll der Garten leer sein. Jeder dieser Momente stellt eine andere Frage an das Reservierungssystem, und die meisten Systeme kennen nur eine: Ist um 19 Uhr ein Tisch für vier frei?
Reserviert wird ein Teil, der Rest gehört dem Tor
Bereiche statt eines großen Plans
Gaststube, überdachter Bereich und Garten sind in Slotina eigene Bereiche, jeder mit seinem Plan in echten Maßen. Online buchbar ist nur, was Sie einem Service zuordnen: etwa die Stube und die Garnituren unter dem Dach. Die freien Bänke tauchen auf der Buchungsseite gar nicht auf.
Garnituren, wie sie dastehen
Eine Biertischgarnitur ist ein rechteckiger Tisch mit ihrer Platzzahl. Legen Sie fest, welche Garnituren für eine Gruppe zusammengestellt werden dürfen und wie viele sie dann fassen; mehr bietet das System online nicht an.
Die Firma fragt, sie bucht nicht
Ab einer Gruppengröße Ihrer Wahl wird aus der Online-Reservierung eine Anfrage, die Sie bestätigen. So klären Sie Uhrzeit, Garnituren und Speisen, bevor fünfundzwanzig Personen fest mit einem Platz rechnen.
Der Stammtisch am Telefon
Viele Biergartengäste rufen an. Der Empfang nimmt die Reservierung gegen die wirklich freien Zeiten auf und findet Stammgäste über Namen oder Telefonnummer, mit ihren bisherigen Besuchen.
Wenn um sechs das Gewitter kommt
Ein Garten, der bei Regen nichts wert ist, darf auf der Buchungsseite nicht weiter angeboten werden. Sperren Sie den Bereich mit Grund, und die Buchungsseite bietet ihn nicht mehr an, während Stube und Dach buchbar bleiben. Die Gruppen, die draußen reserviert haben, sehen Sie am Plan und setzen sie am Empfang an einen anderen Tisch oder in eine andere Uhrzeit um. Ist das Wetter vorbei, öffnen Sie den Bereich wieder.
Die Schlange am Tor
- Wer ohne Reservierung kommt, wird mit einem Tippen an den besten freien Tisch für seine Gruppengröße gesetzt.
- Ist alles voll, kommt die Gruppe auf die Warteliste, mit Position und einer ehrlichen Schätzung der Wartezeit.
- Hängt der QR-Code der Warteliste am Tor, tragen sich die Gäste selbst ein, mit Name, Personenzahl und Handynummer, und holen sich in der Zwischenzeit eine Maß. Ist ihr Tisch frei, ruft Ihr Personal an.
- Wird eine Garnitur frei, zeigt Slotina sie auf dem Wartelisteneintrag der Gruppe an, zu der sie passt. Platziert wird erst, wenn der Empfang tippt.
Die Saison und die Uhr
Der Garten muss nicht das ganze Jahr im System stehen. Ein Service lässt sich auf Daten begrenzen, von Mai bis September etwa, und an den Garten binden; die Stube hat ihre eigenen Services das ganze Jahr. Die Verweildauer legen Sie je Gruppengröße fest, sodass die letzte Reservierung vor dem Ende des Ausschanks vorbei ist.
Für die Gäste ohne Reservierung gibt es eine eigene Grenze: Nach der Uhrzeit, die Sie dafür setzen, etwa eine halbe Stunde vor Schluss, warnt der Empfang, bevor er noch eine Gruppe in den Garten setzt. Er verbietet es nicht; die Entscheidung bleibt beim Team. In Österreich gelten nach § 76a der Gewerbeordnung 1994 für kleine Gastgärten ohne eigene Betriebsanlagengenehmigung auf öffentlichem Grund oder daneben Betriebszeiten von 8 bis 23 Uhr, auf privatem Grund ohne Nachbarschaft zu öffentlichen Verkehrsflächen von 9 bis 22 Uhr; Gemeinden können sie verlängern.
Im bedienten Bereich, und wo Slotina aufhört
Wo am Tisch bedient wird, nimmt der Service die Bestellung auf und schickt sie an die Küche, und die Rechnung lässt sich am Ende nach Gericht, nach Platz oder zu gleichen Teilen teilen. Mit einer Kasse oder einer Schankanlage, die Sie schon haben, ist Slotina nicht verbunden.
Fragen aus dem Biergarten
Kann ich nur einen Teil des Biergartens online reservierbar machen?
Ja. Online angeboten werden nur die Bereiche, die Sie einem Service zuordnen. Alles andere bleibt für die Gäste am Tor.
Wie gehe ich mit großen Gruppen um?
Legen Sie die Garnituren fest, die zusammengestellt werden dürfen, und eine Gruppengröße, ab der eine Anfrage statt einer direkten Buchung kommt. Die bestätigen Sie, wenn Platz und Uhrzeit passen.
Gibt es eine Warteliste für Gäste ohne Reservierung?
Ja, am Empfang oder per QR-Code am Tor, mit Position und geschätzter Wartezeit. Ist ein Tisch frei, ruft Ihr Personal die Gruppe an.
Gilt die Bayerische Biergartenverordnung für jeden Garten?
Nein, für traditionelle Biergärten in Bayern im Sinne der Verordnung. Andere Außenbereiche richten sich nach den Auflagen Ihrer Gemeinde und Ihrer Genehmigung.
Quellen
- Bayerische Biergartenverordnung vom 20. April 1999, § 2 (Betriebszeiten)
- Bayerischer Landtag, Drucksache 17/3021: der traditionelle Biergarten und die eigene Brotzeit
- Unternehmensserviceportal: Genehmigung eines Gastgartens in Österreich (Stand 20. Mai 2026)
- § 76a GewO 1994: Betriebszeiten für Gastgärten in Österreich (Wortlaut bei jusline.at)