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Ratgeber · QR-Code-Bestellung

QR-Code-Bestellung im Restaurant: wann sie dem Gastraum hilft und wann sie ihm schadet

Im Biergarten an einem warmen Samstag ist der Code auf dem Tisch ein Segen: Die zweite Maß ist bestellt, bevor die Servicekraft überhaupt vorbeikommt. Im Restaurant mit Weinbegleitung kann derselbe Code den Abend kühl machen. Ob QR-Bestellung Ihrem Betrieb hilft, hängt weniger an der Technik als an der Frage, welches Gespräch am Tisch Sie behalten wollen.

Veröffentlicht am · Ein praktischer Ratgeber, keine Rechtsberatung.

Drei Dinge, die „QR-Bestellung“ heißen

Unter demselben Namen laufen drei sehr unterschiedliche Abläufe, und viele Diskussionen darüber drehen sich im Kreis, weil jeder etwas anderes meint.

Die Karte zum Lesen

Der Code öffnet die Speisekarte auf dem Telefon, bestellt wird beim Service. Das ersetzt die gedruckte Karte, mehr nicht, und ist die harmloseste Form.

Bestellen mit dem Service

Der Gast wählt am Telefon, die Bestellung erscheint beim Team, und eine Servicekraft bestätigt sie, bevor die Küche sie bekommt. Der Gast spart das Winken, der Service behält den Blick auf den Tisch.

Bestellen und bezahlen allein

Der Gast bestellt und bezahlt, ohne mit jemandem zu sprechen; die Bestellung geht direkt in die Küche. Das ist schnell, und es ist der Punkt, an dem aus einem Restaurant eine Ausgabe werden kann.

Wo die QR-Bestellung hilft

  • Die zweite Runde. Getränke, die ein Gast nachbestellen will, sind die Bestellungen, die am häufigsten verloren gehen, weil gerade niemand vorbeikommt.
  • Große Flächen. Auf der Terrasse, im Biergarten oder im Garten eines Heurigen sind die Wege lang; jeder Weg, den der Service nicht doppelt gehen muss, ist Zeit für einen anderen Tisch.
  • Gäste aus anderen Ländern. Eine Karte in der Sprache des Gastes beantwortet viele Fragen, bevor sie gestellt werden.
  • Allergien und Unverträglichkeiten. Wer bei jedem Gericht die Allergene lesen kann, fragt gezielter.
  • Spitzen am Abend. Wenn um acht alle gleichzeitig bestellen wollen, wartet der Gast mit dem Code nicht auf den Service.

Wo sie schadet

  • Das Gespräch geht verloren. Die Empfehlung zum Wein, der Hinweis auf das Tagesgericht, die Frage „für den Tisch zum Teilen?“: Ein Bildschirm verkauft selten so gut wie eine aufmerksame Servicekraft.
  • Nicht jeder Gast will aufs Telefon schauen. Ältere Gäste, Geschäftsessen und Paare am Jahrestag erleben den Code oft als Zumutung. Eine gedruckte Karte und ein Mensch sollten deshalb immer bereitstehen.
  • Die Küche bekommt Wellen statt Rhythmus. Bestellen alle Tische gleichzeitig, und niemand steuert das Tempo, steht der Pass um acht voll und um halb neun leer.
  • Die Karte muss stimmen. Ein ausverkauftes Gericht, das auf dem Telefon noch bestellbar ist, ärgert mehr als eines, das der Service rechtzeitig streicht.
  • Ein schwaches Netz auf der Terrasse macht aus dem Vorteil einen Nachteil.

Für welche Betriebe sie passt

Am besten funktioniert die QR-Bestellung dort, wo der Service sowieso weite Wege hat und die Bestellung einfach ist: Biergarten, Terrasse, Café, Bar, Strandbad, Brunch. Dort entlastet sie das Team, ohne dass etwas fehlt.

Im klassischen Restaurant mit Gängen und Weinbegleitung ist die mittlere Form die sichere Wahl: Der Gast kann die Karte lesen und nachbestellen, aber der Service bestätigt und bleibt im Gespräch. Im Fine Dining gehört der Code meistens nur auf die Weinkarte, wenn überhaupt.

Eine gute Probe: Stellen Sie sich Ihren vollsten Tisch am Samstag vor. Wenn der Code dort Arbeit abnimmt, ohne dass der Abend schlechter wird, passt er. Wenn Sie sich vorstellen, dass der Tisch den ganzen Abend mit niemandem spricht, beginnen Sie mit der Karte zum Lesen.

Allergene auf dem Telefon: was die Vorschriften verlangen

Bei nicht vorverpackten Speisen sind die 14 Hauptallergene nach Artikel 44 der Verordnung (EU) 1169/2011 Pflicht; wie sie bereitgestellt werden, regeln die Mitgliedstaaten. In Deutschland sagt § 4 Absatz 3 der Lebensmittelinformations-Durchführungsverordnung, dass die Angaben vor Kaufabschluss gut sichtbar, deutlich und gut lesbar sein müssen – unter anderem auf der Speisekarte oder durch sonstige schriftliche oder elektronische Information. Eine digitale Karte mit den Allergenen bei jedem Gericht ist damit ein möglicher Weg.

Wichtig ist, dass die Information für jeden Gast erreichbar bleibt, auch für den, der den Code nicht nutzt: Die gedruckte Karte, ein Aushang oder die nach § 4 Absatz 4 zulässige mündliche Auskunft mit schriftlicher Dokumentation gehören weiter dazu. In Österreich gilt die Allergeninformationsverordnung; nach der Wirtschaftskammer ist die Information schriftlich mit Buchstabencodes und Legende oder mündlich durch eine geschulte Person möglich. Ausführlich steht das im Ratgeber zur Allergenkennzeichnung auf der Speisekarte.

Sieben Punkte, bevor der erste Code auf dem Tisch steht

  • Jeder Tisch bekommt seinen eigenen Code, damit die Bestellung am richtigen Tisch ankommt.
  • Die Karte auf dem Telefon ist dieselbe, nach der die Küche kocht, mit Preisen, Größen und Allergenen.
  • Ausverkauft heißt sofort ausverkauft, auch auf dem Telefon.
  • Legen Sie fest, wer eine QR-Bestellung bestätigt und wie schnell.
  • Ein Gast mit einer Allergie spricht mit einem Menschen, bevor die Küche kocht.
  • Die gedruckte Karte bleibt, für jeden, der lieber bestellt, als zu tippen.
  • Prüfen Sie das Netz an den äußersten Tischen der Terrasse, bevor die Saison beginnt.

Was der Service mit der gewonnenen Zeit macht

Ob die QR-Bestellung den Abend besser macht, entscheidet sich weniger am Code als daran, was das Team mit den gesparten Wegen anfängt. Wer weniger Getränke aufnimmt, hat Zeit für das, was ein Telefon nicht kann: den Tisch begrüßen, eine Empfehlung aussprechen, den Gang im richtigen Moment abrufen, die Rechnung bringen, bevor jemand winkt.

Sprechen Sie das vor dem ersten Abend mit dem Team durch. Ohne diese Absprache verwandelt sich die eingesparte Zeit in längere Pausen am Tresen, und der Gast erlebt den Code als Ersatz für Aufmerksamkeit statt als Ergänzung.

Wie Slotina die QR-Bestellung löst

In Slotina ist die QR-Bestellung eine Einstellung pro Restaurant, die Sie einschalten, wenn Ihr Team so weit ist. Jeder Tisch hat seinen Code, den Sie aus Slotina drucken. Der Gast liest die Karte mit den 14 Allergenen in seiner Sprache, soweit Sie die Gerichte in dieser Sprache hinterlegt haben, und bestellt, solange am Tisch eine Gruppe sitzt.

Zuerst bestätigt der Service, und erst dann bekommt die Küche die Runde; wer will, stellt um auf „direkt an die Küche“. Steht auf der Gästekarte eine Allergie, wartet die Bestellung dieses Gastes immer auf den Service. Alles landet auf derselben Rechnung wie die Positionen, die der Service aufgenommen hat, und bezahlen kann der Gast über denselben Code mit Karte, mit einem Trinkgeld, das er selbst wählt.

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QR-Code-Bestellung: kurze Antworten

Verliert ein Restaurant mit QR-Bestellung Umsatz bei der Empfehlung?

Das hängt von der Form ab. Bestätigt der Service jede Bestellung und bleibt im Gespräch, bleibt auch die Empfehlung; bestellt der Gast ganz allein, fehlt sie oft.

Darf ich die Allergene nur digital über den QR-Code angeben?

§ 4 Absatz 3 LMIDV lässt elektronische Information zu, wenn sie vor Kaufabschluss gut sichtbar und lesbar ist. Damit jeder Gast sie erreicht, gehören eine gedruckte Karte, ein Aushang oder die mündliche Auskunft mit Dokumentation weiter dazu.

Für welche Betriebe lohnt sich die QR-Bestellung am meisten?

Für Biergärten, Terrassen, Cafés und Bars mit weiten Wegen und einfacher Karte. Im Restaurant mit Gängen bewährt sich die Form, in der der Service bestätigt.

Was mache ich mit Gästen ohne Smartphone?

Sie bestellen wie immer beim Service. Ein QR-Code sollte ein zusätzlicher Weg sein, nicht der einzige.

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